Impfungen während der Schwangerschaft
Lieber vor einer geplanten
Schwangerschaft impfen lassen
© Can Stock Photo Inc.

Frauen, die einen Kinderwunsch haben, sollten mindestens drei Monate vor Eintritt einer Schwangerschaft, ihren Impfpass überprüfen lassen. Dann ist noch ausreichend Zeit vorhanden, bestehende Impfungen aufzufrischen oder nicht vorhandene nachzuholen. Fehlende Impfungen bergen das Risiko in sich, dass Viren und Bakterien von der Mutter, über die Plazenta, auf das ungeborene Kind übertragen werden können. Das kann im schlimmsten Fall zu schweren Schädigungen des Embryos, bis hin zu Früh-, Fehl- oder Totgeburten führen.

Aktive und passive Impfungen!

Die Medizin unterscheidet zwischen aktiven und passiven Impfungen. Die aktive Impfung ahmt eine tatsächliche Infektion in stark abgeschwächter Form nach. Der Körper produziert dann Abwehrkräfte. Ca. zwei Wochen nach der Lebendimpfung hat der Organismus Antikörper gebildet. Die Lymphozyten bilden fortan beim Kontakt mit dem Erreger, immer wieder neue Antikörper. Das nennt man aktiv!

Bei einer passiven Impfung liegt schon eine Erkrankung durch einen Erreger, eine Bakterie, einen Virus oder ein Gift vor. Der Patient bekommt dann Antikörper von anderen Menschen oder Tieren gespritzt, die diese bereits bei einer aktiven Impfung gebildet haben. Dabei kann es sich dann um Abwehrstoffe gegen Bakterien, Viren oder diverse Tiergifte handeln. Direkt nach der Impfung werden die jeweiligen Erreger sofort angegriffen und vernichtet. Leider werden diese Antikörper wieder relativ schnell (max. 3 Monate) vom Körper abgebaut. Es gibt keinen langfristigen Schutz, da der Körper keine eigene Immunität herstellt. In diesem Fall spricht man von einer passiven Impfung.

Erlaubte Impfungen während der Schwangerschaft!

In aller Regel wird von einer Impfung während der Schwangerschaft abgeraten. Das Ungeborene kann dadurch schwer geschädigt werden. Und dennoch gibt es Impfungen, die während einer Schwangerschaft sogar empfohlen werden. Zu dieser Kategorie zählen Impfungen gegen Tetanus und Diphtherie. Negative Auswirkungen auf den Fötus sind dabei nicht bekannt.

Welcher Impfschutz sollte bestehen?

Grundsätzlich empfiehlt es sich, dass vor Beginn einer Schwangerschaft ausreichender Impfschutz für die Krankheiten: Tetanus und Diphtherie, Mumps, Masern und Röteln sowie Keuchhusten, Windpocken und Toxoplasmose, vorhanden ist. Das ist ein optimaler Gesamtschutz für Mutter und Kind.

 

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