Haare färben in der Schwangerschaft
Für viele stellt sich immer wieder die Frage: "Schädlich
oder nicht?"
© Can Stock Photo Inc.

Gerade in der Schwangerschaft, in der der Körper sich so sehr verändert, möchte man auf manche Verschönerungsmöglichkeiten ungern verzichten.

Ist es ein Mythos, dass Haarfärbemittel schädlich sind?

Zahlreiche Untersuchungen haben bewiesen, dass Inhaltsstoffe, die sich in konventionellen Haarfarben befinden, die Gesundheit gefährden können. Es sind Stoffe enthalten, die im Verdacht stehen Krebserkrankungen auszulösen. Andere können schwere Allergien hervorrufen. Beim zu beobachtenden Anstieg von Allergien in der heutigen Zeit ein sehr aktueller Aspekt. Einige Haarfärbemittel wurden schon aufgrund von Überprüfungen vom Markt genommen. Wie schädlich sie sich jedoch wirklich auf unseren Körper auswirken, ist noch nicht zufriedenstellend erforscht.

Welche Inhaltsstoffe können wirklich schädlich sein?

Viele untersuchte Färbemittel enthalten aromatische Amine als Farbstoffbausteine, die im Verdacht stehen krebserregend zu sein. Eine US-Studie aus dem Jahr 2001 wies nach, dass dauerhaftes Färben der Haare das Blasenkrebsrisiko erhöht. Toluene-2,5-Diamine, Stoffe wie m-Aminophenol und auch Resorcin können Allergien auslösen. Dadurch ausgelöste Kontaktallergien sind mit einem Juckreiz der Kopfhaut , von Hals und Nacken bis hin zu Rötungen und Schwellungen des Gesichts verbunden.

Welche Mittel können ohne Bedenken verwendet werden?

Man fragt sich nun, ob es vielleicht eine Lösung ist auf Naturhaarfarben auszuweichen. Bei Tests haben die Pflanzenfarben deutlich besser abgeschnitten als die herkömmlichen, chemischen Produkte. Aber auch hier sollte man Vorsicht walten lassen. Nur zu gerne verstecken sich unter dem Deckmäntelchen Bio oder Natur problematische Färbechemikalien. Es lohnt sich hier also durchaus die einzelnen Produkte noch einmal unter die Lupe zu nehmen. Es gibt viele gut bewertete Pflanzenhaarfarben, die eine Alternative darstellen würden. Man sollte allerdings nicht das gleiche Färbeergebnis und die gleiche „benutzerfreundlichkeit“ wie bei den chemischen Produkten erwarten. Will man keine Extreme erreichen und beschränkt sich auf eine Intensivierung der eigenen Haarfarbe oder nur geringe Farbänderungen, können sich die Ergebnisse jedoch sehen lassen.

Es ist wirklich schwer eine eindeutige Antwort zu bekommen, aber gerade in der Schwangerschaft möchte man jedes mögliche Risiko minimieren. Neun Monate sind kein ganzes Leben.

 

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