Rangeleien in der Schule
Rauf-Zonen als Alternative

Kinder brauchen körperliche Aktivitäten auch in der Schule. Sie brauchen Freiräume in denen sie sich austoben, rangeln und kämpfen können. Das geht natürlich nicht im Klassenraum, wo Tische, Fensterbänke und Schulranzen im Weg stehen. Die Verletzungsgefahr währe hier viel zu groß. Es gibt in manchen Schulen Projekte, die darauf abzielen die zerstörerischen Aggressionen einzudämmen. Eines dieser Projekte beinhaltete so genannten „Rauf-Zonen“ in der Schule. Diese Rauf-Zonen wurden auf dem Schulhof im Rasenbereich eingerichtet, damit die Verletzungsgefahr nicht so groß war. Als die Rauf-Zonen nun eingerichtet waren, wurde auf dem Rest des Schulhofes das Kämpfen und Rangeln verboten. Die Schüler  und Schülerinnen waren begeistert, weil sie am meisten unter den Aggressionen und der zerstörerischen Gewalt litten.

In den so genannten Rauf-Zonen galten Regeln, die nicht gebrochen werden durften. Hier konnten die Kinder nach Regeln kämpfen. Ähnliche Projekte gibt es auch in Kindergärten. Die Regeln waren so ausgelegt, dass man auf keinen fall treten, beißen, spucken und den Kopf anfassen durfte. Über allem stand die Vorraussetzung, dass kein Kind vorsätzlich verletzt werden durfte. Nach dem die Regeln festgelegt wurden, wurde auch noch ein „Code-Wort“ festgelegt. Dieses Code-Wort hatte den Sinn, dass jedes Kind für sich selber entscheiden kann, wann es nicht mehr kämpfen möchte. Wenn ein Kind beim Kämpfen dieses Code-Wort sagt, muss der andere sofort mit dem Kampf aufhören.

Viele Kinder merken gar nicht, dass sie während des Kampfes die Kontrolle über ihre Kräfte verlieren. Gerade deshalb ist es so wichtig einen eindeutigen Begriff zu haben, der das Ende des Kampfes bedeutet. Jedes Kind schlägt mal über die Stränge. Passierte dies, durfte das Kind am nächsten Tag die Rauf-Zone nicht nutzen, sondern musste mit der Aufsichtsperson am Rand der Zone stehen und sich die Regeln noch einmal erklären lassen. Die Kinder fanden dieses Projekt sehr gut und verlängerten es.

Man muss die Aggressionen von Kindern als Herausforderung nehmen und versuchen sie mit viel Phantasie und mit vielen Einfällen anzunehmen und diese Energie sinnvoll umzulenken. Zerstörerische Aggressionen sind in den meisten Fällen nur Hilfeschreie von Kindern.

 

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