Kinder richtig verwöhnen
Belohnungen sollten nicht zur
Gewohnheit werden

Wenn Eltern wollen, dass die Kinder im Haushalt mit helfen, stellen die Kinder oft die Frage: „Und was bekomme ich dafür? Ich habe immer was bekommen, wenn ich mitgeholfen habe!“ Die Zusammenarbeit im Haushalt kann nicht auf Basis der Bestechung funktionieren. Wenn man solche Art der Belohnung zulässt, wird man schnell merken, dass Kinder, die mitgeholfen haben, immer mehr Belohnungen und materielle Belobigungen haben wollen. Wird diese Belohnung mal verweigert, weckt dass das Gefühl bei Kindern, dass nichts für sie dabei heraus kommt. Kinder reagieren oft mit Rache und nutzen die Hilflosigkeit der Eltern aus. Sie müssen erkennen, dass die Mithilfe im Haushalt selbstverständlich ist und keine Sache ist, die besonders belohnt werden muss. Wer solche Hilfe mit besonderen Belohnungen gut machen will, trägt leider zum grenzenlosen immer „mehr“ bei und entwertet die Beziehung zwischen Eltern und Kind. Wenn man ein Kind mal belohnen möchte, beispielsweise für gute Noten oder für besonders gutes Lernen, sollte man die Wünsche und Bedürfnisse ernst nehmen. Das zeigt dem Kind das man es respektiert und achtet. Es kann nur geachtet, respektiert und angenommen werden, wenn es nicht auf die Kosten und Bedürfnisse der Eltern geht.

Achten Sie auf die Wünsche und Bedürfnisse

Kinder haben Wünsche und Bedürfnisse auf die man eingehen sollte, gegebenenfalls sie erfüllen sollte. Das hat aber nichts mit verwöhnen zu tun, sondern besondere Leistung zu belohnen. Verwöhnte Kinder sind meistens überbehütet oder haben keine gute emotionale Beziehung zu ihren Eltern, da ihnen zu enge oder gar keine Grenzen gesetzt werden. Wenn Eltern bei ihren Kindern materielle Frustration verhindern wollen und über das Schenken und Kaufen von Dingen die Beziehung ausdrücken, wird ganz schnell aus einer Eltern-Kind-Beziehung eine Dienstleistungsbeziehung. Damit bringen sie das Kind aus dem Gleichgewicht. Aber wenn eine Beziehung zum Kind nur über kaufen und schenken hergestellt wird, entwickelt sich eine emotionale Frustration, wie soziale Ängste, Verlassenheit, Liebesentzug und emotionale Leere.

Ermutigen Sie Ihr Kind

Ermutigungen sind es, die Kinder verdienen, sei es fürs Zimmer aufräumen, Tischabdecken oder Leistungen in der Schule. Für all das benötigen Kinder positive Bestärkung (Ermutigungen). Ausnahmen bestätigen die Regel heißt es so schön. Das bedeutet, mal ein materielles Geschenk (Überraschung) ist etwas Ermutigendes für Kinder und durchaus nichts Verwerfliches. Wer sein Kind nur verwöhnt um es zu motivieren, bringt es nicht dazu, Herausforderungen anzunehmen und sie durch zu stehen. Kinder sind dann orientierungs- und beziehungslos. Haben sie ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen Belohnung und Liebe, werden sie auch in der Lage sein, materielle Frustration aushalten zu können. Außerdem werden sie motiviert nach kreativen Möglichkeiten zu suchen um ihre materiellen Wünsche zu erfüllen. Wie zum Beispiel mal was selber zu basteln, statt etwas zu kaufen.

 

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