Kinder brauchen Halt und Orientierung
Kinder benötigen Halt

Bei einem Erziehungsstil ganz nach dem Motto Laisses-Faire (einfach „laufen lassen“), wird man sich seinen eigenen kleine „Tyrannen“ heran ziehen. Die Laissez-Faire-Stil Erziehung ist für die meisten Erwachsenen eine Erziehung der unbegrenzten großen Freiheit. Für die Kinder aber ist das eine nicht überschaubare Weite, die auch sehr schnell das Gefühl der Verlassenheit und Einsamkeit hervorrufen kann. Die Gefühle können auch ganz schnell unerträglich für Kinder werden. Die Folgen sind oft Aggressivität, Distanzlosigkeit, Widerstand und Auseinandersetzungen. Dieses Verhalten soll uns Erwachsenen zeigen, dass die Kinder verzweifelt nach Halt und Orientierung suchen, nach Nähe und Sinn. Der Laissez-Faire-Stil in der Erziehung lässt meistens keine zwischenmenschliche Beziehung zu. Er erkennt nicht die Wünsche der  Kinder nach  emotionaler und sozialer Orientierung. Aber gerade Kinder müssen ihre Individualität und Einzigartigkeit erkennen.

Wenn der Erwachsene keine Regeln und Grenzen aufzeigt, werden die Kinder gefühlsmäßig und intellektuell überfordert. Die Erziehungsmethode hat oft zur Folge, dass Kinder sich in Gruppen unwohl fühlen. Sie finden keinen Kontakt zu anderen Menschen und denken, dass sie für andere nicht wichtig sind. Kinder wissen nicht wie sie sich anderen gegenüber angemessen verhalten sollen und sind dann oft schüchtern, passiv und unangepasst oder total  entgegengesetzt: Sie schmeißen sich jedem an den Hals. Die große Schwierigkeit, die Kinder bei diesem Erziehungsstil haben, ist die emotionale Orientierung. So haben Kinder keine Vorbilder, die ihnen moralische Verhaltensrichtlinien oder Grenzen und Regeln vorleben. Vorbilder mit denen sie sich messen können, mit denen sie sich auseinandersetzen und an die sie sich anlehnen können.

Kinder, die mit diesem Erziehungsstil aufwachsen, haben starke Schwierigkeiten mit der Einhaltung von Verbindlichkeiten (Absprachen). Die Folge ist, dass sie sich oft nicht an Abmachungen halten können, versprechen viel und lassen die Sache damit auf sich beruhen. Durch diesen Erziehungsstil werden Kinder unflexibel und haben Angst vor neuen Erfahrungen. Kennen sie keine Grenzen, können sie auch nicht über die Grenzen hinweg sehen. Sie suchen dann zwanghaft nach Halt und sozialer Orientierung.

Bei dieser Art der Kindererziehung können Kinder ihre Individualität nicht erkennen, achten sich selbst nicht und können dadurch auch anderen Menschen keine Achtung schenken. Dieser Stil überfordert die Kinder, da Leistungen gefordert werden, die Kinder schon entwicklungsbedingt nicht umsetzen können. Und das führt dazu, sie das Gefühl haben etwas nicht zu können und auch nie können werden. Wenn Sie ihre Individualität erkennen, dann wissen Kinder, dass sie einzigartig und unverwechselbar sind, sich von anderen unterscheiden. Abläufe die nur das einzelne Kind kann, werden beherrscht.

Wenn Kinder ihre Individualität nicht erkennen, fallen sie oft mit aggressivem und unsozialem Verhalten auf, damit sie Aufmerksamkeit gewinnen. Die ist leider nur von kurzer Dauer. Eigentlich wünschen sie sich stark zu sein, aber der Erziehungsstil zeigt ihnen oft, dass sie inkompetent und entscheidungsschwach sind. Die Kinder, die nach diesem Stil erzogen werden, haben Schwierigkeiten Verantwortung zu übernehmen und kommen mit materiellen Frustrationen nicht klar. Häufig stellt sich dann das „Grenzen setzen“ als Machtkampf heraus. Das Verhältnis zwischen Eltern und Kindern wird zu einer „Terrorbeziehung“. Das bedeutet: Der Stärkere gewinnt (die Grenzen werden zur Strafe). Die Kinder fühlen sich hierbei klein und sind frustriert.

 

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